Morbus Basedow

Arztinfo: Morbus Basedow

Morbus Basedow zählt zu den chronisch verlaufenden Autoimmunthyreopathien mit Beschwerden einer Hyperthyreose und häufig auch Struma-Bildung.

Zur Diagnose von Morbus Basedow werden TSH, freie Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) Werte sowie TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK) Tests herangezogen. Auch geben Sonografie und Szintigrafie (insbesondere zur Unterscheidung einer Hashimoto-Thyreoditis) Aufschluss über die Organfunktion.

Die Ursachen der Immunthyreopathie Morbus Basedow sind noch nicht abschließend erforscht, jedoch werden neben einer genetischen Vorbelastung, die erhöhte (plötzliche) Aufnahme von Jod, eine bakterielle oder virale Infektion sowie Stressbelastung als Auslöser in Erwägung gezogen.

Die häufigsten Symptome einer Morbus Basedow Erkrankung sind: Struma, Tachykardie und Exophthalmus sowie typische Beschwerden einer Hyperthyreose. Diese zeigen sich in Herzrhythmusstörungen, arterielle Hypertonie, Schlafstörungen, Depressionen, Schwitzen, Zittern, Gewichtsverlust, Durchfall, Zyklusstörungen und Angstattacken. Außerdem können in Folge der Autoimmunerkrankung Ödeme, Gelenk- und Rückenschmerzen und vor allem Krankheitsbilder der endokrinen Orbitopathie, wie zum Beispiel Protrusio bulbi auftreten.

Therapieformen und Behandlung

Die medikamentöse Morbus Basedow Thyreopathiebehandlung sieht zunächst die Zugabe von Thyreostatika mit gleichzeitiger Überwachung der TSH- und TRAK-Werte vor. Ebenfalls wird häufig zusätzlich eine Radiojodtherapie angesetzt und bei Bedarf eine Strumaresektion erwogen. Zudem ist die Behandlung der Begleiterkrankungen endokrinen Orbitopathie, Tachykardie und Hypertonie angezeigt.

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