Anorexia nervosa
Arztinfo: Anorexia nervosa
Anorexia nervosa ist eine hochkomplexe Essstörung, in deren Mittelpunkt Gewichtsverlust steht. Von Anorexia nervosa betroffen sind jungen Mädchen und Frauen.
Von Anorexia nervosa sind selten Mädchen vor der Pubertät betroffen. Meist beginnt die Erkrankung bei pubertierenden Mädchen, selten sind auch Jungen oder erwachsene Frauen betroffen. Mädchen, die an Anorexia nervosa leiden, versuchen durch strenge Diät oder indem sie sich gänzlich der Nahrungsaufnahme verweigern, ihr Gewicht zu reduzieren. Anorexia nervosa ist ein Mittel, seelische und familiäre Konflikte auszutragen und gesellschaftlichem Druck zu begegnen. Es bedarf aber wohl noch einer genetischen Disposition, dass es zur Ausdrucksform der Essstörung und nicht etwa zu Bulimie, Kopfschmerzen oder gar Drogenabhängigkeit kommt. Anorexia nervosa ist ein Phänomen von wohlhabenderen Industrienationen und wird erst seit den 1970er Jahren häufiger beschrieben. Inzwischen wird die Erkrankung in der Öffentlichkeit ebenso häufig erwähnt wie Depressionen.
Die Diagnose muss umfassende Symptome einbeziehen. In erster Linie steht der Gewichtsverlust, mitunter hervorgerufen durch Einsatz von Laxantien, Appetitzüglern oder Erbrechen nach dem Essen. Aber auch alle Symptome von Mangelerscheinungen wie sekundäre Amenorrhoe, Muskelschwäche oder Hypotonie, die oft in krassem Gegensatz zu extremer sportlicher Tätigkeit stehen, können Hinweise auf eine Anorexia nervosa sein.
Therapievorschläge zur Behandlung der Anorexia nervosa
Im Mittelpunkt steht bei der Behandlung der Anorexia nervosa der Gewichtsaufbau. Unabdingbar ist Psychotherapie – die am besten wirkt, wenn sie einen familientherapeutischen Ansatz hat. Oft sind die Patientinnen uneinsichtig, weshalb mitunter eine stationäre Behandlung angezeigt ist. Durch Verhaltenstherapie, der Eingliederung in Selbsthilfegruppen und evt. der Gabe von Östrogenen und Antidepressiva kann ein lebensbedrohlicher Verlauf ausgeschlossen werden.
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Von Anorexia nervosa sind selten Mädchen vor der Pubertät betroffen. Meist beginnt die Erkrankung bei pubertierenden Mädchen, selten sind auch Jungen oder erwachsene Frauen betroffen. Mädchen, die an Anorexia nervosa leiden, versuchen durch strenge Diät oder indem sie sich gänzlich der Nahrungsaufnahme verweigern, ihr Gewicht zu reduzieren. Anorexia nervosa ist ein Mittel, seelische und familiäre Konflikte auszutragen und gesellschaftlichem Druck zu begegnen. Es bedarf aber wohl noch einer genetischen Disposition, dass es zur Ausdrucksform der Essstörung und nicht etwa zu Bulimie, Kopfschmerzen oder gar Drogenabhängigkeit kommt. Anorexia nervosa ist ein Phänomen von wohlhabenderen Industrienationen und wird erst seit den 1970er Jahren häufiger beschrieben. Inzwischen wird die Erkrankung in der Öffentlichkeit ebenso häufig erwähnt wie Depressionen.
Die Diagnose muss umfassende Symptome einbeziehen. In erster Linie steht der Gewichtsverlust, mitunter hervorgerufen durch Einsatz von Laxantien, Appetitzüglern oder Erbrechen nach dem Essen. Aber auch alle Symptome von Mangelerscheinungen wie sekundäre Amenorrhoe, Muskelschwäche oder Hypotonie, die oft in krassem Gegensatz zu extremer sportlicher Tätigkeit stehen, können Hinweise auf eine Anorexia nervosa sein.
Therapievorschläge zur Behandlung der Anorexia nervosa
Im Mittelpunkt steht bei der Behandlung der Anorexia nervosa der Gewichtsaufbau. Unabdingbar ist Psychotherapie – die am besten wirkt, wenn sie einen familientherapeutischen Ansatz hat. Oft sind die Patientinnen uneinsichtig, weshalb mitunter eine stationäre Behandlung angezeigt ist. Durch Verhaltenstherapie, der Eingliederung in Selbsthilfegruppen und evt. der Gabe von Östrogenen und Antidepressiva kann ein lebensbedrohlicher Verlauf ausgeschlossen werden.
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